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Vorbereitung bei UWS und Besuch des ersten Dorfes La Meuy 29.03. - 01.04.18

Am Vormittag im UWS Headquarter leifen dann die Vorbereitungen heiß! Auspacken von mitgebrachten Spielen, Sichten des Materials von UWS, Einpacken, Umpacken, Checken der Vorbereitungen, und dann ging es los im Konvoi nach La Meuy, ins Grenzgebiet nach Laos über zwei Nebenflüsse des Mekong, mit abenteuerlichen Flussdurchfahrten und Fähren.

Fähre über den Tonle San Richtung Norden
Fähre über den Tonle San Richtung Norden
Flussdurchfahrt bei Niedrigwasser Richtung La Meuy
Flussdurchfahrt bei Niedrigwasser Richtung La Meuy

Drei Tage lachende, neugierige, fröhliche Kinder -  Die letzten drei Tage mit Worten zu beschreiben ist schwierig. Die Begrüßung in unserer ersten UWS-Dorfschule „La Meuy“ war einmalig. Nach anderthalb Stunden Anreise auf staubigen roten Sandstraßen im Mini-Van mit zwei Flussüberquerungen, die erste mehr auf einem Floß als  einer Fähre. Die zweite durchfuhren wir direkt  mit unserem Auto. Uns wurde buchstäblich vorgeführt, dass UWS ihrem Motto „To Teach the Unreached“ gerecht wird.

Wo waren wir gelandet? Vor einem strahlend schönen Schulgebäude in neuester UWS-Architektur. Der Eingang des Schulgeländes wurde flankiert von zirka 80 Schülern, die laut Beifall klatschen als wir aus dem Auto stiegen. Was für ein berührender Moment, als wir alle mitten an den klatschenden, fröhlich lachenden Kindern auf das Schulhaus zuliefen. Noch nie hatten wir Organisatoren, Götz und Amelie, ein so liebevoll gestaltetes Schulgelände gesehen, mit einem zusätzlich Haus für den sechsten UWS-Kindergarten und einem Wohnhaus für die Lehrer.

Lilli mit ihren Fans
Lilli mit ihren Fans

Ein liebevoll dekoriertes Schulgebäude mit Pflanzen in Blecheimern sowie Bäume und Sträucher in eingefassten Beeten, die in geometrischen Formen angelegt waren sowie Lerntafeln und Unterrichtspläne in jedem Klassenzimmern erfüllte uns alle mit Staunen. In diesem wunderbaren Lernumfeld sollten und durften wir mit den Kindern drei Tage lernen, spielen, Spaß haben und selbst erstmalig in Hängematten schlafen und auf unsere Handys verzichten.

Sport und Spiel auf dem Schulhof
Sport und Spiel auf dem Schulhof

Die Aufregung und Spannung auf einander verwandelte sich in Sekundenschnelle in Begeisterung und bester Laune. Bälle und Frisbees flogen kreuz und quer auf dem großen Platz vor der Schule durch die Lüfte. Ein schnelles Ankommen, obwohl wir doch jetzt erst so richtig raus waren aus unserer Komfortzone mit Hängematte statt Bett und Fluss statt Dusche. Nach UWS-Regeln Mädels oben in den Klassenzimmern mit jeweils vier Hängematten und die Männer waren die Zimmer schnell bezogen.

Schlafplatz unter der Schule
Schlafplatz unter der Schule

Und von da an war das Projekt mit unserer Aufgabe, den Schülern Spaß an Schule und Lernen zu vermitteln und dabei noch den UWS-Anspruch „“Am I teaching? Are my students learning?“ zu erfüllen, ein Selbstläufer.

 

Warum, war eigentlich keinem im ersten Moment klar. Wir haben alle gemeinsam geschuftet (unsere Aufgaben im Einzelnen sind auf unserer Homepage nachzulesen) in heißen Temperaturen ohne Klimaanlage oder Ventilator und sind abends ab 20.30h total erschöpft aber sau-glücklich in die Hängematten gefallen. Auch unsere Nächte waren besonders mit einem Gecko, der für einige von uns laut und penetrant bis auf Tuchfühlung kam, Partymusik aus Nah und Fern sowie krähende Hähne als Orchester ab 4.30 h und ein Wasserbüffel als nächtlicher Gast.

Svea: "Jede Sekunde zusammen mit dem Kinder war unglaublich. Nicht nur die Kinder lernen von uns sondern auch wir so unendlich viel von den Kindern. Ein Teil von etwas großem und wichtigen zu sein, aber auch sein Leben selber in die Hand zu nehmen!"
Svea: "Jede Sekunde zusammen mit dem Kinder war unglaublich. Nicht nur die Kinder lernen von uns sondern auch wir so unendlich viel von den Kindern. Ein Teil von etwas großem und wichtigen zu sein, aber auch sein Leben selber in die Hand zu nehmen!"

Nichts von alledem schien einem von uns ernsthaft etwas auszumachen. Schon am ersten Tag bekamen wir als Teamleiter wunderbares Feedback von einzelnen Volunteers: „ich war noch nie so glücklich“. „Es ist so toll, was ich hier erleben darf“. „Ich bin so stolz, dass ich diesen so fröhlichen neugierigen Kindern etwas vermitteln kann und es ist unglaublich, wie schnell sie lernen.“

Was für ein wunderbares Erlebnis, die Effekte des eigenen Wirkens in den Schülern selbst zu spüren an einem Ort, wo es bisher keine oder nur unzulängliche Bildung gab, diese aber so dringend gebraucht wird. Bei uns ist Bildung so selbstverständlich und nur deshalb besitzen wir die Fähigkeiten, das zu tun, was wir gerade machen.

Für uns ein großer Effekt. Aber was bleibt für die Schüler, wenn wir heute nach drei Tagen schon wieder abfahren? Mehr als wir denken, vor allem der Stolz bei den Kindern und Jugendliche dieser ethnischen Minderheit, das sie sich getraut haben mit Menschen zusammen zu sein, die so anders sind als sie selbst. Wir haben ihnen Perspektiven geöffnet, dass sie sich außerhalb ihrer Dorfgemeinschaft bewegen können und sie durch Schule sich selbst kennenlernen und ihre Fähigkeiten entwickeln können. Heute an unserem letzten Tag war unsere wichtigste Botschaft an die Schüler, dass auch wir alle in die Schule gehen und gegangen sind und, dass wir diese Tage mit ihnen nie vergessen werden.

 

Wir alle haben gelernt, unser dreitägiges Volunteering in den Regenwaldschulen in Kambodscha wie ein Tropfen auf den heißen Stein verpuffen würde, ohne die einzigartige Bildungsarbeit der United World Schools.

 

Nach unserer langen abenteuerlichen Anfahrt hat uns besonders beeindruckt, dass jede der mittlerweile 80 Schulen in Kambodscha einmal pro Woche von einem UWS-Counselor besucht wird, der den täglichen Unterricht überprüft und mit den Lehrern und dem Schuldirektor und Dorfältesten spricht, Schulmaterial beschafft und Reparaturen organisiert.

 

Herzlichen Dank an ein wunderbares UWS-Team und großartiges Volunteerteam. Wir schwelgen im Glück und morgen geht’s auf in die zweite Schule.

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ConCultures ist Botschafter und strategischer Partner von United World Schools in Deutschland.