Bilder und Geschichten


Interview mit Pisey


Freddie und die Musik

 

Als die UWS-Schule 2012 in Roy gebaut wurden, hatten seine sechs älteren Geschwister bereits eigene Familien und tägliche Verantwortungen. Somit hatten nur Freddie und sein jüngere Bruder aus der Familie die Möglichkeit täglich in die Schule zugehen. Die Wasserbüffel seiner Familie täglich zur Wasserstelle zu führen bleibt auch neben der Schule seine tägliche Aufgabe.

 

Freddie ist sehr stolz und dankbar über seinen Zugang zu Bildung, gleichzeitig ist er sich aber auch der Verantwortung bewusst, die mit dieser Chance einher geht.  Er ist ehrgeizig und setzt sich gerne hohe Ziele. Freddie will unbedingt Sänger werden und Gitarre lernen. Freddie heißt eigentlich Kam Ngoch, nachdem das UWS Team seine beeindruckende Stimme beim Singen gehört hatte, gaben sie ihm kurzerhand den Spitznamen Freddie nach dem berühmten Vorbild Freddie Mercury.

Mit unseren Volunteer-Teams waren wir 2013 und 2015 in Roy. Freddie, im Bild ganz rechts, wie auch viele andere Schüler haben sich in diesen zwei Jahren in ihrer Persönlichkeit unglaublich entwickelt. Die Schüler und die Volunteers sind direkter und offener aufeinander zugegangen.

 

UPDATE: Freddie ist mittlerweile 18 Jahre alt und besucht die weiterführende Schule in Bokeo, auch einen Platz in den UWS-Wohnheimen bekommen. Gerade hat er sein Schuljahr beendet und wird demnächst die 8. Klasse antreten. Er hat enge Freundschaften geknüpft und hat Spaß am Unterricht, auch wenn ihm Mathe etwas schwerfällt. Doch das sollte später kein allzu großes Problem sein, denn er hat immer noch nur einen Traum: Sänger werden.

 

 

 


Das Wunder der Sonnenbrille

Zu meinen schönsten Momenten gehörte, als ein blindes Mädchen am zweiten Tag unseres Aufenthaltes in Roy zum ersten Mal in der Schule auftauchte. Wie wir erfuhren, litt das Mädchen unter einem Gendeffekt und konnte nur im Dunkeln sehen.

 

So saß sie wild blinzelnd und augenverdrehend, gut beschützt von ihren Freundinnen in unserem Kunstklassenzimmer, während alle anderen malten. Dann kam Theresa auf die Idee ihr eine Sonnenbrille zu geben. Der Moment war unglaublich.

 

 

 

Sie setze die Sonnenbrille auf die Nase und ihre Augen gingen prompt auf. Die Freundinnen quietschten erstaunt und freudig auf, die Kleine schaute jedoch nur herum, völlig fasziniert davon, dass sie auf einmal etwas sehen konnte. Alle Malaufgaben verbrachte sie hauptsächlich damit, verwundert ihre Hände und Umgebung zu betrachten.

 

Dass sie nicht hundert Prozent sehen kann ist selbstverständlich, dazu bräuchte sie teure medizinische Behandlung. Es versetzte mir einen kleinen Stich ins Herz, als sie später während unseres nachmittäglichen Theaterstücks sich einen Weg durch die Schüler bahnte, geführt von ihrer Freundin, mit der riesigen Sonnenbrille auf der Nase und alle sie auslachten.

 

berichtet von Leona Erren, Volunteer 2015


Aus der Sicht eines Volunteers

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Ein toller Bericht von unserem Projekt 2016
Über die Erlebnisse von Frida Lentschig, Ökumenisches Gymnasium in Bremen
Erfahrungsbericht Frida Volunteer 2016.
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