UWS Nepal

Bildung für Kinder in entlegenden Regionen im Himalaya


In 2020 hat ConCultures mit Hilfe der Reiner Meutsch Stiftung „Fly & Help“ den Bau von drei neuen Schulen in Nepal finanziert. Die Schulen werden über zehn Jahre von unserem Partner United World Schools (UWS) in  enger vertrauensvoller Zusammenarbeit mit der lokalen Dorfbevölkerung und der nepalesischen Regierung  aufgebaut. ConCultures übernimmt die jährlichen Betriebskosten, bis jede Schule nach zehn Jahren als eigenständiger Bertrieb in das staatliche Schulsystem übernommen und vom Staat finanziert wird.

 

Strukturelle nachhaltige Bildungsarbeit

Nepal liegt momentan auf Platz 144 von 188 auf dem UNO-Index für menschliche Entwicklung als eines der am unterentwickelten Länder Asiens. Große Teile des Landes sind verarmt, vor allem die ländlichen Regionen leiden unter schlecht geförderten Gesundheits- und Bildungssystemen. Nepals Alphabetisierungsrate ist eine der niedrigsten weltweit und nur wenige Mädchen gehen in die Schule.

 

Bildung als Befähigung und Teilhabe

Die drei UWS-Schulen sind in den Bergregionen des Himalayas Gulmi und Sankhuwasabha in Zentral Nepal gebaut worden. In diesen Regionen leben überwiegend migrierte Bevölkerungsgruppen, die als tibeto-mongolische Ethnien schon früh nach Nepal immigriert sind und ihre eigene Sprache und Kultur leben. Sie können sich außerhalb ihrer Dörfer nicht verständigen. Die Dörfer sind nur mit 4x4 Fahrzeugen erreichbar und im Monsun sind die Menschen häufig über mehrere Wochen eingeschlossen. 80 Prozent der Menschen sind Analphabeten. Ihr sozialer Status in der nepalesischen Gesellschaft ist niedrig. Sie werden häufig diskriminiert. Es gibt keine Infrastruktur. Die nepalesische Regierung investiert in so abgelegene Regionen, die  schwer erreichbar sind.

 

UWS betreibt jede Schule nach dem UWS-Grundsatz "Jedes Kind durch Bildung dazu zubefähigen, sein Leben selbst in die Hand zu nehmen" (Link https://www.unitedworldschools.org/impact). In allen drei Schulen unterrichtet ein Team aus lokalen und staatlichen Lehrern in der tradionellen und nationalen Sprache. Regelmäßige Trainings und Fortbildungen garantieren eine qualitativ hochwertige innovative schülerorientierte Pädagogik, die auch Themen wie digitale Lernformen und Müllvermeidung mit einschließen.  UWS orientiert sich an den UN-Nachhaltigkeitszielen der sozialen Agenda 2030. Die Anwesenheit jedes Kindes im Unterricht wird durch Elternbeauftragte garantiert. 70 Prozent der Schüler erhalten einen vollwertigen Schulabschluss, der sie berechtigt auf weiterführende Schulen zu gehen. Der ganzheitliche Bildungsansatz von UWS befähigt und entwickelt ganze Dorfgemeinschaften.

 

 

Einheitlicher UWS-Standardbau für alle alle drei Schulen Baraharukh, Mabir und Bulma

 

Jede Schule mit ihren Außenanlagen für Sport und Freizeit liegt gut erreichbar am Rande des Dorfes. Die Schule wird nach Zustimmmung der Dorfbewohnern von der lokalen Bevölkerung in Zusammenarbeit mit UWS gebaut.  Eine erdbebensichere Schule mit acht bis 11 Klassenzimmern bietet zusätzlich Raum für einen Kindergarten und eine Schulbibliothek. Die sanitären Anlagen (Gender-gerecht) sind für alle zugänglich. Zu jeder Schule verfolgt eine Hygiene-Konzept und bietet dafür eine Trink-Wasseranlage und ausreichend Waschbecken zum Händewaschen. Eine Solaranlage sorgt für Strom und ermöglicht, dass Eltern abends nach ihrer Arbeit unterrichtet werden können. Ein Müllkonzept gehört verbindlich zu jeder Schule.

 

„We are so happy. Our children will have a better future.“, ist die häufige Antwort von Eltern aus einer UWS-Schule. „Unsere Kinder helfen uns bei Käufen/Verkäufen außerhalb unseres Dorfes.“

 

Konkrete Hilfe: 9.000 Euro ermöglicht ein Jahr UWS-Unterricht für 200 Kinder pro Schule

(beinhaltet: Lehrergehälter und -trainings für 2 staatliche Lehrer, 3-4 lokale Lehrer, 2 Erzieherinnen, Schulmaterial, Bücher für die Schulbibliothek, Betrieb der Solaranlage)

 

Ihre Spende kommt direkt bei den Kindern an. Wir zeigen Ihnen, wo und für wen. Mit einer einmaligen Spende z.B. von 1000 Euro finanzieren Sie ein Jahr Aus- und Fortbildung für 4-6 Lehrer einer der drei UWS-Schule. Mit 120 Euro ermöglichen Sie einem Kind ein ganzes Jahr Unterricht. Wir freuen uns über jede Spende. Werden Sie langfristiger Partner einer der drei Schulen und sehen Sie selbst, wie die Kinder Fähigkeiten entwickeln, ihr Leben selbstständig in die Hand nehmen. Rufen Sie uns an.

 

Durch die erste Schule in ihrer Nähe erhalten Kinder und ihre Familien indigener Völker in verarmten entlegensten Regionen Nepals die Chance auf eine sichere selbstbestimmtere Zukunft   / Eindrücke aus den drei Schulen

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Dorfschule Baraharukh in der Himalaya-Provinz Gulmi, Nepal

Eröffnung der Schule mit Kindergarten: Ende Januar 2021 für 200 Kinder.

 

700 Einwohner der Dalit und Chettri leben in Baraharukh. Die Menschen in Baraharukh sind sehr arm. Sie ernähren sich durch den Anbau von Gemüse und Getreide sowie dem, was sie in der Natur finden. Die nächste Schule ist zwei Stunden Fußweg entfernt. 70 Prozent der Kinder gehen nicht in die Schule. Viele Männer verlassen die Dorfgemeinschaften und leben und arbeiten weitentfernt von ihren Familien als Billiglohnarbeiter in den Golfstaaten. Es gibt kaum Perspektiven für die Menschen in Baraharukh, da sie als niedere Kaste im immer noch praktizierten Kastensystem in der Gesellschaft diskriminiert werden. Durch eine qualifizierte Schul- und Ausbildung werden ihnen neue Perspektiven eröffnet. Jeder einzelne Schüler entwickelt ein eigenes Selbstbewusstsein.

 

Schüler aus Baraharukh lernen bereits seit April 2020 mit dem UWS Unterricht per Radio.

Unterstützungsbedarf: Der Schulunterricht für 2021 ist  bereits vollständig finanziert. Wir suchen UnterstützerInnen über diesen Zeitraum hinaus.

 


Dorfschule Mabir in der Himalaya-Provinz Sankhuwasabha, Nepal

Eröffnung der erdbebensicheren Schule mit Kindergarten: Ende Januar 2021 für 160 Kinder

 

650 Einwohner der Tamang leben in Mabir. Die Tamang zählen mit fünf Prozent zu der größten ethnischen Bevölkerungsgruppe in Nepal. Sie arbeiten häufig als Lastenträger auf den Trekking-Touren und ernähren sich von Substitutions-Landwirtschaft. Tamang sind Buddhisten und leben mit dem Schamanenkult. Die Bevölkerung in Mabir ist sehr arm. 70 Prozent sind Analphabeten.  Andere legen für gering bezahlte Arbeit weite Wege zurück. Die nächste Schule ist vier Stunden Fußmarsch entfernt. Viele Menschen in der Region Sankhuwasabha haben durch das große Erdbeben 2015 ihre Häuser verloren. UWS bringt Hoffnung und Zuversicht in das Dorf. Viele Kinder träumen davon, Lehrer zu werden, den ersten Beruf, den sie durch UWS kennenlernen.

 

Unterstützungsbedarf: Kosten für den Schulunterricht 2021 (Umfang: 9000 Euro) und darüber hinaus.

 


Dorfschule Bulma in der Himalaya-Provinz Gulmi, Nepal

Baustart der erdbebensicheren Schule mit Kindergarten Anfang Dezember 2020;

Eröffnung der Schule: Ende Januar 2021

 

Die Bewohner in Bulma sind mehrheitlich Dalits. Dalits gehören zu den Nachfahren der indischen Ureinwohner und zählen zu den „Kastenlosen“ oder „Unberührbaren“. Die Dalits sind unter indigenen Volksgruppen die am stärksten diskriminierten und benachteiligten Menschen mit einer geringeren Lebenserwartung als andere. In Bulma leben ca. 700 Menschen.  

 

In den 11 Klassenzimmern werden Anfang Februar zunächst 140 Kinder ab 3 Jahre in Schule und Kindergarten beginnen. Innerhalb von drei Jahren werden bis zu 180 Schüler erwartet.  Dazu werden 10 Erwachsene aus Bulma eine erste feste bezahlte Arbeit in der Schule erhalten. UWS bildet die Lehrer, Kindergärter*innen und Elternbeauftragte selbst aus. Alle erhalten einen fairen Lohn.

 

Die Eltern aus Bulma haben 10 Jahre auf eine Schule für ihre Kinder gewartet. Studenten aus Kathmandu werden in 2021 im Rahmen des UWS-Fellowship-Programms in Bulma arbeiten und zu wichtigen Vorbildern für die Schüler.

 

Weitere Informationen zu der Arbeit von UWS in Nepal und dem Fellowship Programm finden sie hier.

Unterstützungsbedarf: Kosten für den Schulunterricht 2021 (Umfang: 9000 Euro) und darüber hinaus.

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ConCultures ist Botschafter und strategischer Partner von United World Schools in Deutschland.